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Sonntag. Der vorletzte Tag meiner großen Reise. Mein Flug geht erst Montag und so habe ich heute noch genug Zeit mir Santiago nochmals anzusehen. Also schlendere ich wieder zur Kathedrale und lasse meine Gefühle von vorgestern Revue passieren. Wieder spüre ich die großen Emotionen und den Stolz, die Anstrengungen trotz einiger Hindernisse gemeistert zu haben. […] weiterlesen …

Um noch einmal zur Anfangsfrage zurück zu kommen (wir lieben das beim Fernsehen, wenn am Ende des Beitrages wieder auf den Anfang zurückgegriffen wird und nochmals dieselbe oder eine ähnliche Einstellung zu sehen ist. Es nennt sich „Klammer“ – in Wirklichkeit haben wir einfach keine Bilder mehr 🤫), hier die Liste mit meinen, und ich […] weiterlesen …

Finisterre – Samstag, der Ausflug Bis zum „Ende der Welt“ kann man den Jakobsweg weiter gehen, cirka 89 Kilometer mehr, auch hier befindet sich ein 0-Kilometer-Stein, oder mit dem Bus eine typische Touristenführung machen. In der Euphorie der ersten Kilometer dachte ich noch: das nehm ich gleich mit. Bin ich bis ans Ende der Welt […] weiterlesen …

O Pedrouzo – Santiago de Compostela Ich hab schon wieder mein gestriges Achtsamkeits-Testergebnis vergessen: angesichts der stoischen Gelassenheit gegenüber mitleidiger Blicke der Jubgspunde finde ich, ich habe eine 1 verdient! Heute ist er also angebrochen: mein letzter Tag! 33 Tage lang jeden Tag 20-30 Kilometer wandern finden mit heute Nachmittag ein Ende. Der Tag beginnt […] weiterlesen …

Arzua – O Pedrouzo Entlang des Weges habe ich leider auch einige Unfälle mitbekommen. Die Schlimmsten davon sind durch Grabstätten, wie ich am Anfang meines Weges erzählt habe, dokumentiert. Pilger, die sich übernommen haben, Stürze, Einsätze von Rettungswägen sieht man immer wieder. Meist beim Bergabgehen geschehen solche Missgeschicke. Ich hatte gestern auch ein solches Erlebnis: […] weiterlesen …

Palas de Rei – Arzua Ich muss noch von meiner genialen Alarmanlage berichten: mein gestriges Zimmer war ebenerdig mit einem Fenster zur Straße, das nur ganz auf oder ganz geschlossen bleiben konnte. Meines musste offen bleiben. Abends machte ich mir aber meine Gedanken über böse Menschen, das Eindringen in mein Zimmer war ja recht einfach. […] weiterlesen …

Portomarín – Palas de Rei 8.15 Uhr. Massen strömen aus ihren Hostels Richtung Camino. Ich ströme mit. Der Vorteil ist: man kann sich nicht verlaufen. – Soll ja schon einmal passiert sein. Heute herrscht dichter Nebel. Dient als Sicht- und Schallschutz, sehr sympathisch. Die Cafés entlang des Weges sind allesamt überfüllt, die Wirte gestresst, für eine […] weiterlesen …

Sarria – Portomarin Über die mittelalterliche Brücke San Aspera verlasse ich Sarria und bemerke gleich: jetzt geht’s los. Heute erreiche ich den 100 km-Stein, und ab hier strömen Pilger in Massen Santiago entgegen. Best ausgestattet mit Rucksäcken mit Trinkschläuchen, Kopfhörern und Regenschirmen bahnen sie sich ihren Weg. Motivierte Gruppenführer in lustigen Shirts rennen wie Hirtenhunde […] weiterlesen …

Triacastela – Sarria Morgenstimmung beim Verlassen von Triacastela. Man sagt ja immer, der Weg hat drei Abschnitte: den Physischen, den Mentalen und den Spirituellen. Über den Physischen brauchen wir nicht reden: ich hab meine Sünden mit meinen Knie- und Schienbeinproblemen abgebüsst. Mental… das fließt immer mit ein. Man hat ja Stunden Zeit und da macht […] weiterlesen …

O Cebreiro – Triacastela noch zu gestern: Sonnenuntergang war um 22.07 Uhr. In der Nacht dürfte es geregnet haben. Die Luft ist sauber und frisch. Mein Bauchgefühl für die lange Hose war goldrichtig (frische 9°). Ich staune wie schön die Natur sich hier zeigt. Sogar die Schnecke erscheint mir hübsch, nur bitte bleib hier, wo […] weiterlesen …

Villafranca del Bierzo – O Cebreiro Tag 27! Nächste Woche um die Zeit bin ich in Santiago! … Entschuldigung, das war jetzt wenig achtsam. Werde bis dahin noch jeden Kilometer genießen. 😌 Nach dem Frühstück (hab schon fast Croissant-Entzugserscheinungen!) mach ich mich auf den Weg. Heute wieder ein straffes Programm von 28 Kilometern vor mir […] weiterlesen …

Ponferrada – Villafranca del Bierzo Dieses Bild von gestern muss ich unbedingt noch los werden, aufgenommen von meinem Hotelzimmerfenster aus: Hausbesitzer beim Finalisieren seiner Renovierungsarbeiten. Er hat da einen kleinen Nagel in seinen Zaun geschlagen. Jetzt passt es! Mein Tag heute beginnt hektisch. Nicht, weil ich es bin, sondern die Kellnerin im Frühstückscafè, und das […] weiterlesen …

Rabenal del Camino – Ponferrada Ich bin sehr stolz auf mich. Das muss ich jetzt einmal sagen. Nachdem meine Füße in den letzten Tagen ja nicht so wollten wie ich, hatte ich vor der heutigen Etappe Respekt. Ist sie doch eine der Schwierigsten. Und jetzt: Geschafft! Aber fangen wir von vorne an: mein morgendliches Debakel beginnt […] weiterlesen …

Astorga – Rabenal del Camino Gegenüber meines Hotels ist eine Post. Das nütze ich natürlich aus und schicke ein dickes Packerl in die Heimat. Mit Chorizzo von MUUH (Stier) und MÄÄH (Schaf) – so war meine Konversation mit dem Fleischhauer. – Aber ich darf nicht zuviel verraten, soll ja eine Überraschung sein. Nur noch so […] weiterlesen …

Villar de Mazarife – Astorga Nach meinem gestrigen Umweg- Desaster beschließe ich die heutige erste Etappe zu überspringen und lassen mich mit dem Taxi zum nächsten Ort bringen. Nochmals 31 Kilometer sind mir zuviel. Ich starte im Villarges de Orbigo, bin nach 3 Kilometern schon in Santibáñez de Valdeiglesias. Ich suche eine Bar auf für’s […] weiterlesen …

León – Villar de Mazarife Leòn verlasse ich ohne Frühstück. Der Koffer muss nämlich zum 8 Uhr abgegeben werden, Frühstück gibt’s in dem Hotel erst am 8.15 und warten mag ich nicht. Ich wandere durch die menschenleere Stadt, nur wenige Pilger sind unterwegs und ich bin froh ihnen folgen zu können, denn der Weg aus […] weiterlesen …

Mansilla de las Mulas – León Schweren Herzens habe ich mich dazu entschlossen heute einen Tag Auszeit zu nehmen. So gerne ich auch die gesamte Strecke zu Fuß bewältigen wollte, meine Füße benötigen Pause. Also nehme ich den Bus nach Leon und bin um wohlfeile 1,75 Euro in 20 Minuten in Leon. Und ich bin froh […] weiterlesen …

El Burgo Ranero – Mansilla de las Mulas Musste noch schnell ein Foto von meiner heutigen tollen Aussicht machen. Es war nämlich so: unter meinem Fenster befand sich ein sicherlich mega leistungsstarker Kompressor mit dementsprechender Lärm-Emission. Ab 22 Uhr herrschte Windstärke Viel. Die Metalljalousien schepperten gegen das Fenster – nicht auszuhalten. Also Jalousien hoch, dafür […] weiterlesen …

Sahagún – El Burgo Ranero Sahagún verlasse ich durch den Bogen San Benito. Davor reihen sich Busse aneinander. Der Pilgertourismus boomt hier: Busse karren Pilger bis einen Kilometer vor den Bestimmungsort, wo sie dann aussteigen und sich im Hostel den „sello“ – den Stempel für ihr Credencial holen um am Ende ihre Urkunde zu bekommen. […] weiterlesen …

Calzadilla de la Cueza – Sahagún Meine gestrige Aussicht in Abendstimmung wollte ich euch nicht vorenthalten – da freut das Nichtstun gleich noch mehr! Aber nun zum heutigen Tag: Ich komme um 3/4 8 zum Frühstück und bin tatsächlich die Letzte. Es gibt noch ein Croissant in Cellophan und zwei Scheiben Käse, damit habe ich […] weiterlesen …

Carrión de Los Condes – Calzadilla de la Cueza Tag 17 ist Halbzeit! Ich kann es kaum glauben. Noch 17 Tage und unzählige Schritte, dann bin ich in Santiago. Für heute stehen nur 17 Kilometer an. Ein Klacks. Beim Ortsausgang entdecke ich noch einen Romeo und Julia-Balkon, dann überquere ich den Fluss Carión und erreiche […] weiterlesen …

Frómista – Carrión de Los Condes Noch ein Nachtrag zur gestrigen Massage – es war eine Fußreflexzonenmassage. Sonst bin ich eher der Typ: je fester desto besser. Aber Alicia gestern begann damit ihre Hände auf meinen Körper zu legen und ihn sanft hin- und her zu bewegen. Auch meine Füße berührt sie nur ganz leicht, […] weiterlesen …

Castrojeriz – Frómista Also punkto Koffer und packen, da bin ich ja Spezialist (nicht gegendert!) darin – das wissen wir ja mittlerweile. Aber heute ist mir eindeutig ein Glanzstück gelungen: die neue Tasche hat 2 Gurte mit Schnappverschluss zum Fixieren der Kleidung. Erster Gurt: Schnapp. ok. Zweiter Gurt: geht nicht. Ich drücke, fester. Was hab […] weiterlesen …

Hornillos del Camino – Castrojeriz Der Tag fängt um 5 Uhr früh an – der Tag meines Nachbarn. Leider muss ich auch daran teilhaben. Warum haben die Hotels hier alle so dünne Wände? Zumindest spricht der Nachbar chinesisch, sodass ich seinem Telefonat nicht folgen muss. Wobei, es hätte mich schon interessiert, was die beiden besprochen […] weiterlesen …

Burgos – Hornillos del Camino Der Tag beginnt traurig. Ich muss mich verabschieden. Eine neue Ära in Form einer gelben Leicht-Reisetasche beginnt. Bye bye, Koffer! Wir hatten ein paar gute, und auch mehr schlechte Momente, und unser Flug über 29 Stufen wird mir immer in Erinnerung bleiben! Frühstück unauffällig, Eierspeise grottig, Croissant 2-3 (weil gut im […] weiterlesen …

San Juan de Ortega – Burgos Ich wache mit Kopfschmerzen auf. Ein Blick zur Weinflasche, aber die ist noch fast voll. Da höre ich Schnarchgeräusche. Anscheinend hat sich doch noch eine zweite Seele in das Hotel verirrt. Und noch etwas höre ich, recht laut: das Surren der Autobahn. Das Dorf ist zwar abgeschieden und menschenleer, die […] weiterlesen …

Belorado – San Juan de Ortega Mein Tag beginnt gemütlich. Ich stehe rechtzeitig auf, der Koffer macht keine Macken, und wir besprechen wie wir das mit den 29 Stufen wohl bewerkstelligen wollen. Da höre ich Motorengeräusch. In diesem verlassenen Ort gibt es Autos? Ich schaue aus dem Fenster. Mist! Der Koffertransport ist schon da! Ich […] weiterlesen …

Santo Domingo de la Calzada – Belorado Um 5 Uhr früh beschließen meine Zimmernachbarn, dass ich genug geschlafen habe. Das deutsche Paar ist mir schon gestern Abend aufgefallen. Er, cirka 55, weiß viel zu erzählen. Sie, cirka 65 mit sportlichem Kurzhaarschnitt, gibt sich wie 45 und lacht über jede seiner Meldungen. Nun erklärt er ihr […] weiterlesen …

Nájera – Santo Domingo de la Calzada Ich beginne mit einem Nachtrag zu gestern. Meine gestrige Erkenntnis war, in jeder Situation auch etwas Gutes zu finden. Zum Abendessen bekommt man vom Hotel, wenn es kein eigenes Essen bieten kann, einen Voucher für ein bestimmtes Restaurant wo man dann abends essen kann. Gestern war der Gutschein für „El […] weiterlesen …

Logroño – Nájera Es weckt mich leise Klaviermusik. – Ich konnte die Lautstärke meines Wecktones einstellen. Heute ist Muttertag! Normalerweise kommen an diesem Tag meine Jungs zu Mittag und bereiten mir ein 4- gängiges Menü. Ich werde von meinen drei Männern verwöhnt, wir essen den ganzen Tag lang, und es ist sehr gemütlich. Naja. Heute […] weiterlesen …

Los Arcos – Logroño Ich wache 5 Minuten vor 7 auf, bevor Merlin mich mit einem Herzinfarkt versehen kann. Fünf Minuten später höre ich drei verschiedene Klingeltöne durch die löschblattpapierdünnen Wände meiner Pension. Mein Koffer ist heute gnädig mit mir, anscheinend findet er sich langsam mit der Situation ab. Ich verlasse mein Zimmer und schaue […] weiterlesen …

Estella – Los Arcos Punkt 7 Uhr weckt mich Merlin am Klavier mit “ I am not the only one“. Schatz, du spielst wunderbar, aber das mit der Lautstärke meines Weckertones an Handy muss ich noch irgendwie hinkriegen, sonst krieg ich jeden Tag um 7 einen Herzinfarkt. Das Duell Koffer-Barbara gewinnt heute eindeutig der Koffer. […] weiterlesen …

Puente la Reina – Estella Der Tag beginnt holprig. Zu spät aufgewacht, deshalb keine Zeit mehr meine heutige Wegbeschreibung zu lesen. Schnell, schnell unter die Dusche, den Zweikampf mit meinem Koffer beende ich mit bloßer Gewalt. Er muss ja um 8 Uhr vor der Rezeption stehen, aber ich hoffe, der Kofferdienst wird nicht so pünktlich […] weiterlesen …

Pamplona – Puente la Reina Noch ein Nachtrag zu gestern, worauf mich mein lieber Bruder gebracht hat: es waren 26 Kilometer, 6h 32′, 2.159 kcal; Mein Bruder und ich teilen viele gemeinsame Interessen, unter anderem auch die Liebe zu Karsten Dusse’s „Achtsam Morden“-Romanen. In einem jener geht der Protagonist ebenfalls den Jakobsweg und stellt sich […] weiterlesen …

Akerreta – Pamplona Ein Croissant muss lauwarm sein um seine Köstlichkeit voll entfalten zu können. Erst dann duftet es nach Bäckerei und erzeugt durch die Nase seine wahren Glücksgefühle. Das heutige erhält deshalb, weil kalt, Schulnote 2. Vorsichtig beginne ich also meinen dritten Abschnitt. 500m …. alles gut. Das Knie hält. Auch ohne 3 Wetter-Taft. […] weiterlesen …

Roncesvalles – Akerreta Noch ein Nachtrag zu Tag 1: die Kuh steht mitten in den Pyrenäen. Was ich mit dem Bild erzählen will: zeitweise ist es dort so still, dass man die Kühe in der Weide ihr Gras abrupfen hört. Hier hat sie mir noch still „buen camino“ gewunschen. Und noch etwas gibt es zu […] weiterlesen …

St. Jean Pied de Port – Roncesvalles Mein Flug geht von Schwechat über Paris nach Biarritz. In Biarritz habe schon von Wien aus ein Sammeltaxi gebucht, das mich nach St.Jean Pied de Port bringen soll.Erstaunlicher Weise klappt alles perfekt und ich sitze mit einem Kanadier, einer Engländerin, einem Chinesen und zwei Texanerinnen in einem Kleinbus. […] weiterlesen …

Der Jakobsweg also. Die Planung begann im Oktober. Physisch (Workouts auf der Rüttelplatte, Schwimmtraining, Läufe entlang der Liesing sowieso), psychisch (etliche Bücher, welche ich nach zwei Seiten wieder weggelegt hab) und logistisch (BIPA, DM und Müller gehören praktisch mir). Gleichzeitig mit dem Wunsch den Jakobsweg zu gehen entwickelte sich auch der Plan einen Blog zu […] weiterlesen …