Tag 15

Castrojeriz – Frómista

Also punkto Koffer und packen, da bin ich ja Spezialist (nicht gegendert!) darin – das wissen wir ja mittlerweile. Aber heute ist mir eindeutig ein Glanzstück gelungen: die neue Tasche hat 2 Gurte mit Schnappverschluss zum Fixieren der Kleidung. Erster Gurt: Schnapp. ok. Zweiter Gurt: geht nicht. Ich drücke, fester. Was hab ich das bloß für ein Klumpert gekauft…ha. geschafft. Ich bin wirklich stark!  Dann schau ich genauer… seltsam. Und dann sehe ich,  dass ich den Gurt vom Koffer mit dem Gurt meiner Bauchtasche verbunden hab. Mist. Aber auseinander geht das jetzt absolut nicht mehr, soviel ich auch drücke oder ziehe, das bleibt verbunden. Ich brauche Hilfe und suche mir einen starken Mann (sorry, Erwin, bin in Not!). Der Patrón hier ist ein Riegel von Mann und sehr nett, aber auch er schafft es nicht, Koffer von Bauchtasche zu trennen. Ist halt nur blöd, weil ich die Bauchtasche für den Heimflug brauche und nicht mit dem Koffer an der Bauchtasche dran herumrennen will. 🫣 Habt ihr irgendwelche Tipps?

Nach dem Frühstück (Croissant war nur eine 3, weil weder fluffig noch blättrig, und außerdem gibt’s da noch das Taschen-Problem) wandere ich los und merke, dass mein Ort jede Menge Meditationsräume wie diesen hier zu bieten hat. Aber da ich momentan noch auf mein Gurt-Problem fixiert bin, lasse ich das lieber sein.

 

Nach 1,5 Kilometern progressiven Anstiegs (da bin ich auch schon fast Spezialist darin) bietet sich mir diese Aussicht – das war es aber wert, oder? Hier noch ein Schatten-Selfie. Ja, ich war wirklich da.

Ich schaffe es wieder einmal nicht meine regelmäßigen Pausen einzulegen,  und so mache ich erst nach 11 Kilometern Rast in Itero de la Vega.

Na, wenn das das Tourist Office von dem Ort ist weiß ich ja, was mich erwartet.

Und tatsächlich: hier steppt mal wieder der Bär. Diese Säule gibt’s, und sonst nichts. Ich nutze die Rast bei der einzigen Bar um meine Winter- gegen Sommergarderobe umzutauschen. Die Temperatur ist nämlich binnen zwei Stunden auf 20° hinaufgeklettert.

Es geht weiter entlang des Canal de Castilla der einst zum Transport des Getreides erbaut wurde. Drei Kilometer wandere ich daran entlang ehe ich Fròmista erreiche.

Canal de Castilla

Mein Hotel habe ich dann schnell gefunden und jetzt kommt das Highlight des Tages: ich bekomme eine Massage!!! Geht’s mir gut!

Erkenntnis des Tages: Was nicht leicht zusammen geht, dem sollst du nicht Gewalt antun!

Mein heutiger Tag: 31,01 km, 6h 38′, 44.740 Schritte 2.140 kcal;

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