Um noch einmal zur Anfangsfrage zurück zu kommen (wir lieben das beim Fernsehen, wenn am Ende des Beitrages wieder auf den Anfang zurückgegriffen wird und nochmals dieselbe oder eine ähnliche Einstellung zu sehen ist. Es nennt sich „Klammer“ – in Wirklichkeit haben wir einfach keine Bilder mehr 🤫), hier die Liste mit meinen, und ich meine wirklich: mit meinen Antworten zu den durch meinen Bruder am Anfang meines Weges übermittelten Fragen:
- Was ist der Sinn des Lebens?
- Wie ist mein Verhältnis zum Tod?
- Was brauche ich für ein erfülltes Leben?
ad1: Was ist der Sinn des Lebens?
Der Sinn des Lebens besteht für mich im Leben selbst. Jeden Tag zu genießen, jeden Tag meines Verweilens auf dieser Erde mit so vielen schönen Momenten wie möglich zu füllen. Außerdem war eine der sinnvollsten Aufgaben für mich zwei Söhne groß gezogen und diese zu großartigen, ehrlichen und rechtschaffenden Männern erzogen zu haben. – Und das ist uns großartig gelungen! (da war mein Mann auch etwas daran beteiligt 😉)
ad2: Wie ist mein Verhältnis zum Tod?
Ich möchte etwas hinterlassen. Meinem Ururgroßvater ist das mit den „Schrammeln“ gelungen. Ich möchte irgendwo auch nach meinem Ableben meinen Namen stehen wissen – jedoch nicht nur am Grabstein. Schauen wir einmal, ob mir das noch gelingt. Und sonst hoffe ich blauäugig noch immer, dass es irgend etwas „danach“ gibt – und sei es, um als Eidechse wieder zurück zu Erde zu kommen um zu schauen wie es den Lieben da unten so geht.
ad3: Was brauche ich für ein erfülltes Leben?
1. Eine Familie, die mich liebt und unterstützt und die ich liebe und unterstütze. Ohne Wenn und Aber.
2. Gute Freunde, deren Freundschaft ich auch während eines Streites oder einer Pandemie um Nichts auf der Welt anzweifeln oder kündigen würde.
3. Einen Job, der mir Freude bereitet und der mich ein bisschen stolz macht.
4. Die kleinen Freuden des Lebens, wie Urlaube, Theaterbesuche, Einladungen, oder auch nur ein gutes Glas Rotwein mit einem Stück Käse am Abend.
Eigentlich gar nicht so anspruchsvoll. Aber trotzdem verwunderlich, wie schnell sich der Fokus für das wirklich Wesentliche verschiebt. Ein Beispiel: an meinem Tag 19, als ich in der Tankstelle eingecheckt habe und dann feststellte, dass mein Zimmer doppelt gebucht war, lief im Fernsehen die Nachricht über einen weiteren Bombenangriff in Kiew. Wie wichtig ist da plötzlich mein kleines „Problem“? Nehme ich mich selbst viel zu wichtig? Wichtig ist, seinen Fokus immer wieder zu hinterfragen und eventuell neu auszurichten. Vielleicht erkenne ich dann, dass meine „Probleme“ eigentlich gar keine sind.
Hier noch eine Liste von Dingen die mir nützlich oder unnütz auf meinem Weg waren:
Nützlich waren:
- Schweizer Messer (mit Schere)
- Extra kleines cooling-towel
- Handwaschmittel (falls es wieder Stau vor der Waschmaschine gibt)
- Blasenpflaster, Gelkissen und Memory-Foam-Schuheinlagen (danke, Nici!)
- Koffer-Organizer (reduzieren entnervtes Kramen im Koffer enorm)
- Super-duper Stecken
Unnütz waren:
- Taser (außer es beruhigt deine Lieben zu wissen, dass du ihn mit hast; dann nimm ihn mit und schick ihn per Post wieder zurück 😉)
- Pfefferspray
- 5 Bücher über Selbstfindung (über den Weg findest du dich selbst!)
Was ich hoffe gelernt zu haben
- Gelassenheit – mein großes Thema. Habe ich die erlangt? So wie Arthur, der Maler, der alleine im Wald lebt und der mit dem Leben so stark verwurzelt scheint wie die Bäume um ihn herum? Oder so wie die friedliche Nonne des Konvents, die in sich selbst ruhte? Ich weiß es nicht, aber ich habe ein paar Menschen kennen gelernt an denen ich mich orientieren kann, und wenn ich mich wieder einmal in einem 0.5 m² großen Klo bei 40° Raumtemperatur umziehen muss, kann ich mir ihre Bilder wieder vor Augen führen und hoffen, dass sie mir dabei helfen mich selbst wieder zu erden. Oder auch in meinem Alltagsstress, im ganz normalen Wahnsinn. Vielleicht fällt mir dann zur richtigen Zeit ein, dass es nicht notwendig ist alles auf einmal und sofort und zu 100% perfekt zu erledigen. Das würde ich mir wirklich wünschen gelernt zu haben!
- Achtsamkeit, langsamer zu werden und Situationen bewusst wahr zu nehmen. Von wem ist dieser Spruch: Stehe, wenn du stehst, gehe, wenn du gehst und sitze, wenn du sitzt,… irgendwie so ging das. Aber das trifft es auf den Punkt, finde ich.
- Stolz auf mich zu sein
- Situationen wahrzunehmen, ohne sie zu beurteilen
- Die Wasserflasche während des Gehens aus dem Rucksack heraus- und wieder hinein zu wursteln
- Koffer packen – eher nicht. Und falls ihr ein Koffer-Problem habt: ruft vielleicht lieber jemand anderen an!
Vielen Dank, dass ihr mich begleitet habt auf meinem Weg!
Eure Barbara


Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.