Mein Jakobsweg – Mi Camino Frances

Camino de Frances Kart

Der Jakobsweg also. Die Planung begann im Oktober. Physisch (Workouts auf der Rüttelplatte, Schwimmtraining, Läufe entlang der Liesing sowieso), psychisch (etliche Bücher, welche ich nach zwei Seiten wieder weggelegt hab) und logistisch (BIPA, DM und Müller gehören praktisch mir). Gleichzeitig mit dem Wunsch den Jakobsweg zu gehen entwickelte sich auch der Plan einen Blog zu schreiben.  Zuerst einmal googelte ich „Blog“ und fand folgende Definition: BLOG: Herleitung von: Logbuch; auch: Weblog; versteht man ein virtuelles Tagebuch im Internet. Der Autor eines Blogs (Blogger) kann in diesem redaktionelle Beiträge zu einem beliebigen Thema veröffentlichen. Passt gut. Ein Logbuch für meinen Weg. Das erinnert mich an die Einträge meines Vaters nach jeder Bootstour: Wasser:  glatt,  Wind: mäßig, Verpflegung:  Fleischlaberl mit Kartoffelsalat und 2 Schnapserl.  So ungefähr habe ich mir das auch vorgestellt.  Nur ohne Fleischlaberl (bin Vegetarierin) und Vino Tinto statt Schnaps.
Ich beginne mit meinen Einträgen hier in Wien.

Utensilien
Dinge, die man uuuunbedingt am Jakobsweg braucht!

Schon in der Vorbereitungsphase erhielt ich massig Unterstützung von meinem Umfeld: das erste Zubehör war ein Taser von meinem Mann. Man weiß ja nie. Ich musste ihn gleich ausprobieren, hab mich sicherheitshalber gleich mal selbst getasert – und seither Angst vor dem Ding. Aber bitte, wenn es ihn beruhigt, nehm ich ihn halt mit. Ein lieber Freund aus der Schweiz hat mir gleich ein Überlebenspaket geschnürt. Natürlich mit Schweizermesser, Trillerpfeife, Sturm-Zündhölzer, Pfefferspray, Blasenpflastern, faltbarem Becher, Wasserfilter-Flasche, Besteck, Notfallarmband, Seifenblättchen, und sonst noch allerlei Nützlichem, mit dem ich selbst jede Nordpol-Expedition bravourös bestehen kann – danke, Ronni!

ein paar Blasenpflaster

Meine Freundin Gabi hat mich ebenfalls mit Flip Flops, Mini-Handcreme (sie weiß halt, worauf es ankommt!) und Blasenpflastern versorgt. Und mit Zubehör, mit dem ich den Jakobsweg gepflegt und hübsch gestylt begehen kann.

Ich selbst hab natürlich auch meine Hamsterkäufe getätigt. Vor allem Blasenpflaster wollte ich anscheinend in jeder Form und Größe ausprobieren.

Nun ist es also soweit. Der letzte Abend. Mein Mann und meine Jungs haben mir einen wunderbaren Abschied bereitet, und nun bin ich auch wirklich bereit zu gehen. 18 kg für 5 Wochen in einem Koffer (ja, ich hab das Luxuspaket: jede Nacht in einer Pension, und der Koffer wird geliefert). Die Vision, dass ich 18 Kilogramm Koffer jeden Abend total erschöpft selbst in den 3 Stock über enge Treppen in mein Zimmer schleppen muss, schiebe ich jetzt mal bei Seite. Wird schon gehen. Mein Rucksack ist mein Handgepäck. Darin sind meine Wanderschuhe und sonst alles Zeug, das im Koffer keine Platz mehr hatte. Totales Chaos, mehr breit als hoch. Alles wurscht, noch ein letztes Glas Prosecco, ein letztes Mal in meinem bequemen Bett schlafen, morgen ist alles anders!

Letzte Aussicht auf Wien. Das frühe Aufstehen wird mit dieser tollen Stimmung belohnt.
Baba!


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