und warum das Ganze?


Ja, warum?

Wer mich kennt, hat sich das sicher schon öfters gefragt. Als Stadtkind, das keine 10 Schritte freiwillig zuviel zu Fuß zurück legt, öffentliche Verkehrsmittel unfreiwillig zwei mal jährlich nutzt… warum das Ganze?

Begonnen hat es mit einem Film. Hape Kerkeling. Kann man sich darüber streiten, ob man den mag, oder nicht. Aber der Film hat mich berührt. Dass dieser Mensch, mit dem Alter Ego Horst Schlämmer, der so gar nicht meiner Vorstellung von Humor entspricht, auf solch unaufgeregte Weise diese Geschichte erzählen kann. Über ein Thema, das mich immer mehr interessierte. Darauf folgten einige Bücher über „den Weg“, und immer wieder tauchte die Frage nach dem Sinn auf, mit der ich mich nach und nach beschäftigte. Zusammen mit dem Nachdenken über das Leben, über meine Rolle darin. Woran werde ich mich erinnern, wenn es nur noch die Vergangenheit gibt? 

Letzten Endes wurde mir die Entscheidung: gehen, oder nicht? – abgenommen. Durch meinen Mann, der mir die Reise geschenkt hat. Mich einfach ins kalte Wasser gestoßen, da musst du jetzt durch. Hat bei mir immer so funktioniert , er kennt mich halt! 5 Wochen unterwegs! Ein Wahnsinn. 5 Wochen und 800 Kilometer weg von der Familie, von der Arbeit, von den Alltagssorgen.

Nach dem Schock, dass ich das jetzt wirklich tue, begann die Planungsphase. 4 Monate Zeit, da geht schon was! Spanisch lernen, viel Lektüre darüber lesen, zum Podologen, zum Augenarzt, zum Zahnarzt, Flüge gefühlte 20 Mal umbuchen, unnütze „wichtige“ Dinge für „den Weg“ kaufen. Mittlerweile quasi Produkttester für das „perfekte“ Deo, das allerbeste 2in1 Haarshampoo, die superbequemsten Socken … alles erledigt.  Ich bin bereit. 

In diesem Blog erzähle ich euch, wie es mir geht, was ich erlebe, was ich lerne. Gerne könnt ihr daran teilhaben, an meinem großen Abenteuer!

Buen camino!

Eure Barbara

ps: wen es interessiert: das Startbild des Blogs hat mein Mann durch KI erstellen lassen. Mit der Eingabe der Schlagwörter: Jakobsweg, Berge, geschwungene Straße. Aber ab jetzt gibt es jedoch nur noch selbst geschossene, selbst erlebte Bilder.